Aktuelle Termine

Wir wünschen allen Schülerinnen und Schülern, allen Eltern und allen Kolleginnen und Kollegen wunderschöne Sommerferien.

Adresse:

Anne-Frank-Gesamtschule
Kupfermühle 3
52353 Düren-Mariaweiler
Tel.: 02421/ 9125-0
Fax: 02421/ 9125-29
E-mail: info@afg-dueren.de

 

Öffnungszeiten:

Mo, Mi, Do, Fr:
Die:

7.45 - 15.45 Uhr
7.45 - 13.45 Uhr


 
                 


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Eine außergewöhnliche Woche- Une semaine nickel, extra chou(l)ette!!!

Mit einer  eineinhalbstündigen Aufführung im großen Zelt des Centre Régional des Arts du Cirque (CRAC) in Lomme/ Frankreich erreichte das diesjährige 9. deutsch-französische Zirkuscamp der Anne-Frank-Gesamtschule und des Collège Pierre Brossolette seinen Höhepunkt.

Nach einwöchiger gemeinsamer Arbeit unter Anleitung professioneller Zirkustrainer präsentierten hier 50 junge Artisten aus Düren und Noyelles-sous-Lens einem begeisterten Publikum ihr Können in den unterschiedlichen Zirkusdisziplinen: Luftakrobatik am Trapez,  Aerial-Ring und Vertikaltuch, Balance auf dem Drahtseil, Rola Bolas und Laufkugeln, Jonglage mit Flowersticks, chinesischen Tellern, Diabolo, Tüchern, Keulen, Ringen und Bällen sowie Bodenakrobatik mit verschiedenen Hebefiguren und Pyramiden im gemeinsamen Finale. Verbindendes Element aller Nummern war das Thema „Buch“ und so wurde mit Büchern jongliert, balanciert und geworfen, sie wurden ebenso hoch in der Luft wie auch auf Rola Bolas, Laufkugeln oder dem Drahtseil gelesen, angeschaut und weitergereicht, es wurde um Bücher gerangelt, sie wurden betrachtet, getauscht, weitergeschoben, zerpflückt oder auch gegessen, kurz -  vom oft beklagten Unwillen junger Leute, ein Buch in die Hand zu nehmen, konnte – zumindest in den vergangenen Tagen  – nicht die Rede sein. Hatte bei der morgendlichen Generalprobe das Lampenfieber noch zu vereinzelten Unsicherheiten geführt, waren nun alle hochkonzentriert, alles klappte wie am Schnürchen, kleine Patzer wurden geschickt überspielt, gegenseitige Hilfestellung war selbstverständlich und jeder übernahm Verantwortung für das gemeinsame große Ganze, so dass der tosende Applaus am Ende der Vorstellung mehr als verdient war. Unglaublich, wie viel man in nur einer Woche intensiver Arbeit erreichen kann.

Nur sieben Tage zuvor, am 16. 2. 2018, waren wir bei strahlendem Sonnenschein in der Zirkusschule in Lomme eingetroffen, hatten die Gesamtgruppe begrüßt, das Gelände erkundet, erste Informationen zum Ablauf der Woche erhalten, die Trainer kennen gelernt und dann unsere Zimmer in der Jugendherberge von Lille bezogen.  Von dort ging es weiter mit der Metro zum Abendessen in der Kantine des Lycée Gaston Berger und dann wieder in die Jugendherberge, wo uns unsere Sprachanimateurin Elsa mit Sprach- und Kennenlernspielen erwartete. In den nächsten Tagen absolvierten wir ein strammes Programm: insgesamt 30 Stunden Zirkustraining, das mit einem Schnuppertag, an dem wir die verschiedenen Disziplinen kennen lernen und ausprobieren konnten, begann, und sich in den Folgetagen durch die intensive Arbeit in den gewählten Kleingruppen (Luftakrobatik, Jonglage und Balance) fortsetzte. Dazwischen arbeiteten wir immer wieder in der Gesamtgruppe, um verschieden Hebefiguren und Pyramiden für das gemeinsame Finale zu entwickeln und einzuüben. Ergänzt wurde das Training durch regelmäßige Sprachanimationseinheiten, in denen wir auf spielerische Art und Weise das für das gemeinsame Training wesentliche Vokabular in beiden Sprachen erlernen konnten.

Darüber hinaus gab es am Montagnachmittag die Gelegenheit, uns beim Lasergame auszutoben und am Mittwochnachmittag war ausreichend Zeit für einen Stadtbummel inklusive Shopping in Lille. Nach der gelungenen Vorstellung war es natürlich selbstverständlich, dass der Erfolg am Abend mit einer Abschlussparty gebührend gefeiert wurde.

Da die Woche ganz im Zeichen des Sportes stand, konnten auch die täglichen Fußmärsche und Fahrten mit der Metro der guten Stimmung keinen Abbruch tun, und dass obwohl wir in der Woche etwa 110 km (!) zu Fuß zurückgelegt haben: von der Jugendherberge zur Zirkusschule, von dort unter der Woche zu Fuß zum Mittagessen im Collège Jean Zay in Lomme, am Wochenende zur Freude der Gruppe auch schon mal zu Subway, Pizza Hut und Mc Donalds, von dort wieder zurück zur Zirkusschule, danach zur Jugendherberge und dann zum Abendessen entweder zum Lycée Gaston Berger oder in die Stadt zu Flunch und natürlich wieder zurück zur Jugendherberge. Immerhin gab es Getränke und Zwischenmahlzeiten (Obst, Snacks und Gebäck– am Mittwoch aus Anlass zweier Geburtstage einen 9 kg-Riesengeburtstagskuchen) jeweils dort, wo wir gerade waren.

Trotz all der Anstrengungen - oder vielmehr - wegen der gemeinsam erbrachten, großartigen Leistungen und der vielfältigen neuen Eindrücke und Erlebnisse waren am Freitagmorgen alle traurig, als es hieß, sich von der französischen Gruppe zu verabschieden – wenn nicht alle so müde gewesen wären, hätte das Ganze durchaus noch ein bisschen länger dauern können… 

Aber glücklicherweise war es ja kein Abschied für immer, denn Fortsetzung folgt im Frühjahr 2019, dann wieder im Zirkus- und Artistikzentrum in Köln-Riehl (ZAK).                                      (Hi)